Nierenfunktionsszintigraphie

Mit dieser Untersuchung kann man die Nierenfunktion untersuchen. Es können Aussagen gemacht werden, wie jede der zwei Nieren arbeitet und wie sich die Funktion auf beide Nieren verteilt. Weiterhin ist das Ausmaß einer Nierenfunktionsstörung oder eines Nierengewebeschadens beurteilbar. Darauf können Therapiekonzepte und Behandlungen der Nierenfunktionsstörung aufgebaut werden.

Einsatzgebiete

  • Nierenfunktionsstörung jeglicher Art
  • Schrumpfnieren, Nierenversagen
  • nach Nierenoperationen
  • z. B. Nierenimplantationen, Nierenentfernung bei Nierentumoren
  • Nierendurchblutungsstörung (Nierengefäßverengung)
  • Harnabflußstörung
  • angeborene Nierenerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern

Untersuchungsablauf

Vor der Untersuchung ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. So muß der Patient 20–30 Minuten vorher 0,5 – 1l trinken und unmittelbar vor der Untersuchung die Harnblase entleeren. Danach wird der Patient auf der Untersuchungsliege gelagert. Zeitgleich mit der Spritze in eine Armvene wird die Untersuchung gestartet. Bei einer Untersuchungsdauer von 30 Minuten muß der Patient ruhig liegen. Während dieser Zeit machen wir in bestimmten Abständen Aufnahmen, so dass die Durchblutung, Anreicherung und Ausscheidung des gespritzten Präparates in den Nieren beurteilt werden kann. In der 20. und 24. Minute wird dem Patienten Blut abgenommen. Im Blut kann nachgemessen werden, wie viel der gespritzten Substanz bereits von den Nieren „ausgewaschen“ wurde.

Wenn eine Harnabflußstörung besteht, wird im Anschluß an die 30 Minuten ein harntreibendes Medikament gespritzt und nochmals eine Aufnahme von ca. 20 Minuten angefertigt. Im Anschluß an die Untersuchung werden die Bilder ausgewertet und Funktionskurven von den Nieren erstellt. So kann der Arzt jede Niere einzeln beurteilen, und auch Auskunft über die Gesamtfunktion der Nieren geben.

zuletzt geändert am: 05.01.2018

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