Knochenszintigraphie

Hierbei wird die strahlende Substanz (Technetium) in eine Vene gespritzt und reichert sich am Knochen an. Bei der Knochenszintigraphie unterscheidet man 1-Phasen, 2-Phasen und 3-Phasen-Skelett-Szintigraphie. Bei der 2- und 3-Phasen-Szintigraphie wird im Unterschied zur 1-Phasen-Szintigraphie die Durchblutungs- und Weichteilsituation mit untersucht. So kann man entzündliche Prozesse um den Knochen feststellen. Bei der 1-Phasen-Szintigraphie wird nur die Knochenphase (Mineralisation) dargestellt.

Einsatzgebiete

onkologische Fragestellungen bei der Suche nach Knochenmetastasen bei bösartigen Tumoren, z. B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs u.s.w.

  • Knochentumore
  • Rheuma-Erkrankung mit Gelenkbeteiligung
  • Gelenkarthrosen
  • Prothesenlockerung

Untersuchungsablauf

Zunächst wird eine ausführliche Anamnese (Fragestellung, Untersuchungsgrund) erhoben. Dann wird die Aktivität (=radioaktive Substanz) in die Armvene gespritzt und bei einer 2- bzw. 3-Phasen-Szintigraphie Frühaufnahmen angefertigt. Die Aufnahme des gesamten Skeletts erfolgt nach 2,5 bis 3 Stunden. In dieser Wartezeit lagert sich die radioaktive Substanz in den Knochenstrukturen an. Während dieser Zeit muß der Patient viel Flüssigkeit (1 – 1,5l) zu sich nehmen. Dadurch erzielt man eine bessere Aktivitätsverteilung und daraus resultierend eine bessere Bildqualität. Für die Untersuchung muss der Patient nicht nüchtern sein und Medikamente müssen nicht abgesetzt werden, da diese die Untersuchung nicht beeinflussen. Die Anfertigung der Aufnahmen kann eine Stunde und mehr in Anspruch nehmen, je nachdem ob Zusatzaufnahmen angefertigt werden müssen.

zuletzt geändert am: 08.05.2018

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